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"Was ist ein gutes Bild?"

Hier ein Gedanke zu dem Thema, den ich nach dem Besuch einer Ausstellung in München am 12.7.2016 notiert habe. Auslöser war ein Bild von Jeanne Dees, die vor 10 Jahren bei mir die Ausbildung gemacht hat - und seither immer weiter und weiter lernt und malt.

 

Ein gutes Bild ist kurz davor, den Betrachter zu beunruhigen. Es enthält quasi eine „homöopathische“ Dosis der Beunruhigung. Die Wirkung dabei ist höher, tiefer und weiter als bei Werken, die offensichtlich provozieren wollen, die mit Gewalt gegen die Oberflächlichkeit des Allzu-Schönen angehen.

Ein gutes Werk ist eigenartig schön. Es wirkt nicht einlullend, sondern regt den Geist und das Gemüt dauerhaft an. Weil es dieses gewisse Maß an Ungleichgewicht und Disharmonie enthält,  verhindert es die Erstarrung des Schönen und damit seinen Absturz in die Bedeutungslosigkeit.