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Gruß aus Susanne’s Eremitage

Liebe Malerinnen und Maler, liebe Interessierte,
lange habe ich mich nicht bei Ihnen/Euch gemeldet. Seit meinem letzen Blog im Dezember hat sich die Welt ja wirklich auf ungeahnte Weise verändert:

Da hat es uns nun also ordentlich erwischt...


Was soll ich dazu noch sagen?

Hängen wir nicht eh schon den halben Tag an irgendwelchen Medien, informieren und orientieren uns, diskutieren miteinander in stundenlangen Gesprächen, eMails und whatsapps?

Aber, ach, ich tu’s einfach trotzdem!

Denn abgesehen von den drama- und traumatischen Ereignissen um Covid 19 – die ich in keinster Weise kleinreden möchte und mein Mitgefühl gehört wirklich ALLEN, die jetzt schwer zu leiden haben und ich hoffe sehr, daß es Ihnen/Euch den Umständen entsprechend gut geht! ... - Abgesehen davon berührt, ja begeistert mich als Künstlerin der ebenfalls nicht zu übersehende Anstieg an - Solidarität, Loyalität und KREATIVITÄT in diesen Tagen.

Plötzlich lassen sich gute Ideen ganz schnell umsetzen. „Geht nicht gibt‘s nicht“, scheint das Motto zu sein. „Not macht erfinderisch“, steht dem um nichts nach.
Da werden plötzlich Kräfte frei, schlummernde Potentiale erwachen, Schätze werden gehoben.
Hatten wir diesbezüglich nicht mehr genug an uns geglaubt? Oder bestand kaum noch die Notwendigkeit sinnvoll kreativ zu werden? Waren wir zu bequem und zu abgelenkt geworden?
(Diejenigen, die dringend trotzdem kreativ werden wollten - ja mußten! - , fanden natürlich ihre Nischen – z.B. im künstlerischen Schaffen vielfältigster Ausdrucksformen, egal in welcher Liga gespielt wurde.)

Wie wir wissen, gibt es Menschen, die sich bereits mit der „Zeit nach Corona“ – und ihren Auswirkungen beschäftigen.
Schaut doch mal hier: https://www.zukunftsinstitut.de/
Dort besonders zu empfehlen, der Artikel von Matthias Horx:
https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/im-rausch-des-positiven-die-welt-nach-corona/
Zu positiv? Ich denke nicht. Zukunftsforscher gelten ja nun schon länger als geschätzte Beobachter aufkommender Trends - und Krisen. Und sicher werden wir uns ein Stück weit neu erfinden müssen - und wollen, wenn das Schlimmste überstanden ist.

Offene Fragen - auch im Atelier Susanne Hauenstein
Am Tag, als wir die MEISTERKLASSE starten wollten (13. März), habe ich mich schweren Herzens entschlossen, ihren Beginn auf unbestimmte Zeit zu verlegen.
Ebenso erging es meinem Lieblingsprojekt - unserer "MALREISE in die TOSKANA".
Und wann werden wohl die letzten 3 Module meiner derzeitigen AUSBILDUNGSGRUPPE stattfinden können?

Gut, daß ich vorerst nicht noch mehr absagen mußte. Ich hatte für 2020 ja sowieso mehr Zeit für andere Aktivitätten eingeplant und meine Unterrichtsangebote entsprechend konzentriert geplant.
Ob im August die - bereits ausgebuchte - "EINFÜHRUNG in die ACRYLMALEREI (TEIL 1)" wird stattfinden können? Warten wir es ab...
Und wie sieht es im Herbst mit dem Start der neuen GRUNDAUSBILDUNG MALEREI aus? Hoffen wir das Beste!

Schöne Erinnerung
Was wir gerade noch hinbekommen hatten, war die wirklich gelungene, gute - und auch sehr gut besuchte! -  Ausstellung der MEISTERKLASSE 2019.
Hier einige Eindrücke und Erinnerungen: https://www.kunst-am-berg.de/ausstellungen/meisterklasse-2020/

 

Persönlich...
...geht es mir gut. Wenn ich ehrlich bin, gehöre ich zu denen, die dieser außergewöhnlichen Situation zur Zeit (noch - und wirklich sehr persönlich betrachtet) - einen Reiz abgewinnen können.
Denn das hier ist wirklich: eine EREMITAGE - eine Einsiedelei der besonderen Art. Wer mein Atelier, das Haus voller Bilder und den Garten kennt, weiß wovon ich rede. Ich habe viel Platz und gehe täglich in den Garten, um dort zu arbeiten oder mir meinen Wildkräutersalat zu sammeln.
Ich gehe täglich in mein Bilderlager bzw. unseren Ausstellungsraum "Kunst am Berg" und stelle ein oder zwei neue Bilder ins Schaufenster. (Wer weiß - vielleicht macht es ja jemandem Freude?)
Manchmal überkommt mich so etwas wie ein schlechtes Gewissen, weil es mir persönlich in dem ganzen Schlamassel vergleichsweise gut geht. Aber damit ist ja auch niemandem geholfen und so überlege ich, wie ich auf meine Art eine Unterstützung für andere sein kann. – Neben dem, worum auch ich mich als „kleine Selbstständige“ jetzt zusätzlich kümmern muß, wie Anträge für Fördermittel schreiben, etc…

Neues Projekt
Ich habe aufgrund der aktuellen Situation ein Projekt zur Vernetzung von regionalen Künstlerinnen und Künstlern und ein Aufruf an Kunstliebhaberinnen und -liebhaber initiiert.
Aktiv zu sein läßt mich auch den kleinen Wermutstropfen in meinem Leben leichter verschmerzen: daß ich zur Zeit einige mir liebe Menschen nicht treffen kann. Aber wie sagen wir gerade alle: "Da müssen wir halt durch…!"


Auch neu: Einzelunterricht per…
Für alle, denen zur Zeit (m)eine Unterstützung beim Malen fehlt, biete ich aktuell Einzelunterricht per eMail, whatsapp (für Fotos und Videos) und per Telefon an. Skypen könnte demnächst noch dazu kommen.
Näheres dazu hier...

In Planung
Außerdem bin auch ich am Überlegen, wie ich Euer "WIR BLEIBEN ZUHAUSE" etwas versüßen könnte - z.B. über regelmäßige, kostenlose Tipps zum Malen. Mehr dazu nächste Woche.


Haben wir Vertrauen! Bleiben wir kreativ! Sorgen wir für einander!
Sehr herzlich an Sie/Euch alle, bleibt/bleiben Sie gesund!
Susanne Hauenstein

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